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Wie viele andere Vereine in unserer Stadt hat auch der Bäckerfachverein große Nachwuchssorgen. Es ist sehr schwer in der heutigen schnelllebigen Zeit, vom Konsum überschüttet, Nachwuchs in unseren Reihen zu bekommen. Das Freizeitangebot ist dermaßen groß geworden, dass unsere Jugend den Weg ins Vereinsleben nicht mehr sucht.

Es gibt aber auch noch einen anderen Grund, dass der Nachwuchs im Fachverein kaum noch da ist, wie aus dem Buch von Alfred Ohms das Bäckerhandwerk der Stadt Hildesheim zu ersehen ist. So gab es in unserer Stadt 1945 79 Bäckerein. Im Jahre 1989 waren es nur noch 25 Betriebe und es wurden bis zum heutigen Tag noch weniger. Wenn in den 50er und 60er Jahren immer ca. 50 Gesellen den Gesellenbrief bekamen, so sind es heute noch ganz wenige junge Leute, die den Beruf erlernen und auch mit Erfolg bestehen. Daraus ergibt sich natürlich, wenn kaum noch junge Leute da sind, dass der Fachverein Nachwuchssorgen hat.

Wir im Fachverein Hildesheim dürfen nicht den Fehler machen den Kopf in den Sand stecken, noch stehen wir mit ca. 70 Mitgliedern im Vergleich zu anderen Fachvereinen in Niedersachsen gut da.

In der langen Geschichte des Bäckerfachverein hat es schon immer Höhen und Tiefen gegeben und die sind überwunden worden. Es kommt bestimmt wieder einmal die Zeit, dass die Jugend wieder den Weg mehr zu den Vereinen findet!

Von den sechs Gesellenvereinen des Handwerks, die es in der Stadt vor 45 Jahren gab, ist der Bäckerfachverein der einzige, der noch übrig geblieben ist, und das soll auch in Zukunft so bleiben. Dafür werden wir uns voll und ganz einsetzen.

gez. Manfred Hertwig
 
 

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